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Medienkonzept

Landkreis Uckermark

Willy-Gabbert-Schule Templin

Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“

 

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Konzept Medienentwicklung

 

Die Einbeziehung von Medien und die Nutzung in ihrer Vielfalt knüpfen an die Erfahrungen der SchülerInnen an und bereichern die inhaltlichen und methodischen Aspekte eines schülerzentrierten Unterrichts. Es wird davon ausgegangen, dass SchülerInnen mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf „Lernen“ einen erschwerten Zugang zu Medien haben. Dies betrifft die eingeschränkten technischen Zugangsmöglichkeiten im häuslichen Umfeld, häufig bedingt durch fehlende finanzielle Ressourcen oder Unsicherheit der unmittelbaren Bezugspersonen im Umgang mit Medien. Dieser erschwerte Zugang zeigt sich aber auch in der Nutzung von Medien durch

  • einseitige passive Betrachtung (Handy, DVD-Player),
  • unkritische Auswahl von Informationen,
  • Überforderungstendenzen durch hohen Schriftanteil und Lesen von diskontinuierlichen Texten,
  • das subjektive Wahrnehmen von Aktivitäten im Internet als anonymes Handeln ohne Grenzsetzungen.

 

Unter Beachtung dieses Bedingungsgefüges wird der Beitrag schulischer Angebote zur Entwicklung von Medienkompetenz als Chance betrachtet und angenommen.

SchülerInnen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ finden in der Schule Zugangsmöglichkeiten zu Medien (Printmedien, insbesondere Zeitschriften und Zeitungen, audio-und visuellen Medien, PC, Intranet und Internet mit Mediatheken und interaktiven Elementen). Der Schwerpunkt schulischer Angebote muss in der aktiven Nutzung sowie Gestaltung von Medien liegen. In der methodischen Umsetzung unterstützen drei Prinzipien dieses Vorgehen:

  • Veranschaulichung, „Vormachen“ von Handlungen im virtuellen Raum,
  • Einbeziehung der Schüler an der interaktiven Tafel,
  • differenzierte Angebote für die Präsentation der Ergebnisse durch die Schüler unterbreiten.

 

Selbstständiges Lernen, das Bereitstellen individueller Angebote und effektive Nutzung von Vorbereitungs-und Lernzeit ist mit Formen des E-learnings gut zu unterstützen. Das virtuelle Klassenzimmer als Angebot von lo-net2 wird in den oberen Jahrgangsstufen seit Jahren erfolgreich eingesetzt.

 

Medienpädagogische Zielsetzungen der Schule

Medienbildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Schulprogramms sowie des Leitbildes der Willy- Gabbert- Schule.

Das Ziel soll es sein, alle Schüler und Schülerinnen zu befähigen, die im Curriculum Medienbildung zu vermittelnden Kompetenzen zu erwerben. Dazu gehören Informieren, Kommunizieren, Präsentieren, Produzieren, Analysieren und Reflektieren (Standard D).

Die Schülerinnen und Schüler der Willy- Gabbert- Schule entwickeln in allen Fächern grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten im Lernen mit Medien und über Medien.

Bereits seit mehreren Jahren spielt die Medienbildung in der Schule eine große Rolle.

Bedingt durch mangelnde soziale und intellektuelle Kompetenzen in vielen Elternhäusern verbunden mit fehlenden finanziellen Möglichkeiten haben die Lehrer frühzeitig die Notwendigkeit erkannt, eine wesentliche Rolle bei der Ausbildung von Medienkompetenz übernehmen zu wollen.

 

Bereits in Jahrgangsstufe 5/6 (z.T. auch in 2-4; Sachunterricht, Deutsch) werden die SchülerInnen unter Anleitung der Lehrkräfte an die Arbeit mit den PCs herangeführt. Ab Klasse 7 ist die Arbeit an Computern seit langer Zeit fester Bestandteil des Unterrichts.

Die SchülerInnen stehen den in den Medien dargestellten Angeboten oftmals unkritisch gegenüber. Hier erfolgt im Unterricht eine Überprüfung und Wertung. Weiterhin sollen die SchülerInnen die vielen Möglichkeiten der Mediennutzung erfahren.

Eine Herausforderung ist stets die Präsenz von Inhalten im öffentlichen Raum.

Unsere SchülerInnen sollen befähigt werden, verschiedene Medien zu beherrschen, sie entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten zu nutzen und allen Veröffentlichungen kritisch gegenüber zu stehen. Dabei wird vehement daran zu arbeiten sein, dass sie die Notwendigkeit des Schutzes ihrer Person erkennen.

 

Unsere ersten Schritte im Unterricht beginnen daher mit einer umfassenden Belehrung zum Umgang mit Medien und dem Verhalten im Internet.

In einem Elternbrief werden auch die Elternhäuser informiert und einbezogen.

Unter Anleitung der Lehrer werden dann erste Kenntnisse im Umgang gemeinsam vermittelt.

Eine Wertung erfolgt beständig.

Mit zunehmendem Alter erfahren die SchülerInnen den Umgang mit Medien verstärkt selbstständig. Der Lehrer übernimmt verstärkt beratende Funktion.

In der Planung sind die LehrerInnen bestrebt, den Einsatz verschiedener Medien auch in der Primarstufe zu intensivieren.

Besonders wichtig erscheint dem gesamten Kollegium weiterhin, dass die SchülerInnen die unbegrenzten Chancen zum Wissenserwerb die Medien ermöglichen erfassen. Da die SchülerInnen alle Schwierigkeiten im Erwerb und Anwenden von Wissen aufzeigen, sollen sie hier erkennen, dass die Medien ihnen eine unerhörte Vielfalt bieten, dieses Handicap zu vermindern.

 

Eine Schwerpunktsetzung in der Unterrichtsentwicklung ist für folgende Bereiche vorgesehen:

  • Unterstützung der individuellen und binnendifferenzierten Förderung der Schülerinnen und Schüler durch die Einbindung digitaler Medien
  • Besondere Berücksichtigung des Kompetenzbereichs Produzieren im Fach- Unterricht
  • Verzahnung des Kompetenzerwerbs auf andere Unterrichtsfächer.

 

Die Modernisierungsmaßnahmen sollten in verschiedenen Schritten vorgenommen werden:

  1. Aktualisierung und gegebenenfalls Ausbau der LAN- Verbindungen in allen Räumen, Etablierung einer strukturierten Verkabelung einschließlich drahtloser Access- Points in den Unterrichtsräumen
  2. Aufstellung und Installation der stationären internetfähigen Geräte (interaktive Whiteboards, netzwerkfähige Peripheriegeräte, WLAN- fähige Drucker)
  3. Anschaffung und Einbindung der individuellen digitalen Endgeräte der SchülerInnen in die modernisierte Netzwerkstruktur
  4. Anschaffung und Einbindung der individuellen digitalen Endgeräte für die LehrerInnen

Ziel sollte es sein, dass jeder SchülerIn, jeder KollegIn sein personalisiertes, mit entsprechender Software ausgestattetes digitales Endgerät in jedem Raum der Schule uneingeschränkt nutzen kann und alle in Reichweite vorhandenen Geräte ansteuern kann.

Die Installation von Filtersoftware zum Jugendschutz sowie eines Backup- Systems zur Datensicherung sind ebenso erforderlich wie der Einsatz eines pädagogischen Netzwerkes bzw. Schulservers und einer Mobile- Device- Management- Software-/ Lösung.

 

Technische Ausstattung der einzelnen Unterrichtsräume und Arbeitsplätze für SchülerInnen und Lehrkräfte mit IT- Technik/ Hardware

Wie bereits ausgeführt, stellen der Aspekt der Arbeit mit Medien und die Entwicklung der Medienkompetenz einen wesentlichen Bestandteil unserer schulischen Arbeit dar. Daher wird die Ausstattung aller Räume mit digitalen Medien in unterschiedlicher Form angestrebt.

Zur Umsetzung der avisierten Ziele der Medienbildung wird für jeden Klassenraum eine mit dem Internet verbundene interaktive Tafel benötigt. Alle festinstallierten Geräte sind mit Micro Desktop- PCs auszustatten, damit die Geräte ohne ein zusätzliches mobiles Endgerät nutzbar sind. Die festinstallierten Geräte müssen zudem in die geplante modernisierte Netzwerkstruktur eingebunden sein (Internetzugang, Accountmanagement, Zugriff auf bestehende Schulserverumgebung).

Darüber hinaus müssen die Computer in den Computerräumen modernisiert werden.

Im Rahmen des Förderantrages zum DigitalPakt Schule der Willy- Gabbert- Schule  wird die Anschaffung eines für jeden Schüler und jeden Kollegen mit einem eigenen für die Schulzeit personalisierten Tablets (individuelle digitale Endgeräte) geplant. Ausgestattet mit andockbarer Tastatur, drahtloser Bluetooth- Maus, Kopfhörer, Schutzhüllen und Tabletstiften sollen diese ziemlich von Beginn des Schuleintritts in unserer Schule an, den einzelnen Personen zur Verfügung stehen.

Zur Erstellung qualitativ ansprechender digitaler Formate (Lernvideos, Filmclips, Tonaufnahmen) sollen 10 Digitalkameras incl. Stativ und separaten Mikrofonen angeschafft werden.

Um alle individuellen digitalen Endgeräte sinnvoll in den Unterricht einzubinden, ist die Ausstattung mit geeigneter Software unabdingbar. Im Rahmen der Fördermaßnahme ist geplant, verschiedene Apps für die Tablets und stationären Endgeräte sowie Lizenzen für digitale Unterrichtsassistenten, digitale Schulbücher und Lernsoftware für alle Fächer zu beschaffen.

Die Nutzung eines digitalen Lernmanagementsystems wird langfristig angestrebt.

 

Bedarfsgerechte Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte

Aus der Bedarfserhebung ergeben sich für die Lehrkräfte der Schule folgende drei prioritäre Fortbildungsschwerpunkte:

  1. Fortbildungsschwerpunkt: digitale Inhalte organisieren, personenbezogene Daten schützen
  2. Fortbildungsschwerpunkt: Lehrenden- Lernenden- Interaktion in online- Umgebung
  3. Fortbildungsschwerpunkt: interaktive Tafeln und audiovisuelle Technik

 

Das Konzept wurde am 13.01.2020 durch die Lehrerkonferenz und am 29.01.2020 durch die Schulkonferenz beschlossen. Es wird regelmäßig durch die Gremien evaluiert.