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Förderdiagnostik und Förderplanung

Förderdiagnostik im Arbeitsalltag ist Feinarbeit. Die Anwendung geeigneter Methoden in Bezug auf die Fragestellungen soll helfen, Lernprozesse detaillierter zu beschreiben und die Ergebnisse verständlich zu dokumentieren. Eine solche Arbeit braucht auch Kooperation und Zeit, im eigenen Unterricht und während der Erarbeitung von sonderpädagogischen Stellungnahmen oder Berichten. So beginnt die alltägliche Suche nach Kooperationserweiterung und Zeiteinsparung.


Dieser Zusammenhang fördert die Anwendung von Hilfsmitteln, um Informationen zu sammeln, zu strukturieren und zu bewerten. Insbesondere die Erarbeitung von sonderpädagogischen Stellungnahmen im Bereich der Förderdiagnostik ist arbeitsintensiv; durch Zeitdruck wird dieser Prozess oft beeinträchtigt (Wetzel, Ansperger 1999).


Das Nutzen von zeitgemäßen Hilfsmitteln sollte erweitert betrachtet werden:
Ein Arbeitsmittel ist nicht zeitgemäß, wenn es nur einer aktuellen Entwicklung folgt und Zeiteinsparung verheißt. Die Anwendung muss die Arbeitsvorhaben unterstützen und den Interessen und Fähigkeiten der Nutzer entsprechen - somit ihrer Zeit gemäß sein ( Kopierer, die Ende des letzten Jahrhunderts in Schulen große Verbreitung fanden, haben die Qualität von Schriftvorlagen auch nicht zwangsläufig verbessert ). Eine mit Kopf, Herz und Hand geschriebene Stellungnahme wird sich von einem Bericht, den eine Rechenmaschine errechnet hat, unterscheiden.

Die Einbeziehung von "neuen" Medien in den förderdiagnostischen Prozess ist an unserer Schule ein Schwerpunkt zur Erarbeitung von Förderplänen. Eine kritische Distanz ist auf diesem langen Weg ein guter Begleiter.

"Es bleibt ein Rätsel, weshalb bei einem neuen Rechengerät außer Kraft gesetzt sein soll, was für jedes Instrument gilt: dass ein Hilfsmittel eben immer nur so gut sein kann wie das, was man mit ihm anstellt." (Schönweiss, 2001, S.64)

Oft erscheint dieses Hilfsmittel in der Schule so (über)mächtig in den Anforderungen und in seinen Möglichkeiten, dass eine kritische Reflexion des Einsatzes nicht einfach zu gestalten ist. Dieses jedoch immer wieder zu versuchen lohnt sich bei der Zusammenstellung von Materialien, die in der Förderdiagnostik von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen eingesetzt werden.

Der vollständige Text kann nachfolgend heruntergeladen werden. 

 

 

Didaktische Fortbildung

In der didaktischen Fortbildung m.a.u.s. an Allgemeinen Förderschulen werden im Baustein I insbesondere auf Grundlage der Lernprozessanalyse Einsatzmöglichkeiten von Software erarbeitet. Das didaktische Material kann nachfolgend vom LISUM Brandenburg bezogen werden.